Anreise - 4.November 2018
Sonntag
alles eingepackt ?
Wir - vier Kolleginnen des Mobilen Motorikteams der Heilstättenschule Wien - machen uns auf den Weg nach Gent. Zwei von uns zu haltende Workshops und die Teilnahme an der international staff week der Artevelde University liegen vor uns.
Die Anreise mit Flugzeug und Zug verläuft wie geschmiert.
Gent
Einige Eindrücke unserer ersten Erkundungsrunde:
Abendliches Wäschewaschen in den öffentlichen Waschsalons für die in Gent so zahlreichen Studenten
Das erste Highlight - noch nie gesehen: eine Selbstbedienungs - Brotschneidemaschine im Supermarkt! Sie wird von uns natürlich gleich ausprobiert.
Nach dem gemeinsam zubereiteten Abendessen widmen wir uns unserer Arbeit.
Montag
Das Kleeblatt ist ab heute komplett! Unsere Kollegin Inga hat ihre zwei kleinen Kinder bei den Großeltern gut "verstaut" und ist per Zug aus Deutschland zu uns gestoßen. Am Bahnhof Brügge starten wir vereint unseren Stadtrundgang.
Brügge
Den kulinarischen Verlockungen können wir nicht widerstehen - wollen wir auch gar nicht ;)
Abtauchen im Schoko-Meer!
Zum traditionellen Handwerk des Landes gehört natürlich auch das Bier-Brauen, also ab zur Besichtigung der örtlichen, traditionellen und noch immer im Familienbesitz befindlichen Brauerei "Half Moon".
Uns gefällt es hier sehr gut - stündlich wachsen wir zusammen!
Abends haben wir allerdings wirklich sehr viel zu tun und bearbeiten neben unserer Präsentation auch Arbeitsprojekte von daheim.
Wir profitieren somit von unserer gemeinsamen Zeit hier in vielfacher Hinsicht!
Dienstag
Unser Arbeitstag begann gleich richtig gut - nämlich mit einem Arbeitsessen!
Wir genossen die belgische Küche und den Austausch mit Ase und Philip von der Artevelde Highschool. Wir erörterten weitere Möglichkeiten des Austauschs auch auf universitärer Ebene.
Nach rasanter Taxifahrt ging es anschließend gleich zur Eröffnung der international staff week am Artevelde Preschool Campus. Im ersten Arbeitskreis bekamen wir schon interessante Informationen über Inklusion in Belgien, Italien und Finnland.
Vom etwas abgelegenen Campus fanden wir sogar selbst den Weg zu Fuß zurück ins Stadtzentrum - vorbei an den der Studentenstadt (von 300 000 Einwohnern sind 70 000 Studenten) entsprechenden Geschäften.
In der verpackungsfreien Biogreisslerei stellten wir uns selbst nach Vorbild der "young students" unser Müsli zusammen.
Wir genossen den Heimweg durch die Altstadt in der Abenddämmerung.
Mittwoch
Das Interesse an unserem Thema "motor skills in the school enrolement in Austria" war groß - und so waren unsere beiden Workshops sehr gut besucht. Wir hatten Spaß daran, zur Belohnung für die aktive Mitarbeit der Studentinnen bei unseren Bewegungsvideo-Analysen Mannerschnitten zu verteilen!
Mannerschnitten - Diplomatie war auch nach dem gemeinsamen Mittagessen mit den Uni-Kolleginnen wirksam :)
Und dann gab`s für uns selbst Bewegung - beim Workshop "walking like an ant"!
Das nennen wir Teambuilding!
Donnerstag
Die Öffis sind hier nicht so wirklich beeindruckend, deshalb hat ein Teil unserer Gruppe beschlossen, konsequent zu Fuß quer durch die Stadt zu unserem Campus zu marschieren. Dies ist ohnehin nötig, da die regionalen Spezialitäten einiges an Kalorien beinhalten. Umso mehr genießen wir es, uns abends mit selbstgemachtem Ofengemüse und Salat zu verwöhnen. Die gemeinsame Zeit bietet uns auch die gute Gelegenheit, in Ruhe einige Arbeitsthemen zu besprechen, die kurzfristig nie Raum bekommen, langfristig aber äußerst wichtig für unser Team sind.
Wir konnten heute unsere Interviews mit den Kolleginnen anderer europäischer Staaten fortführen, um möglichst viele Informationen über "best-practise-examples of inclusion in other European states" zu sammeln. Diese wollen wir dann gesammelt an unsere Kolleginnen daheim weitergeben.
Wir sind nach den Gesprächen mit den belgischen Kolleginnen über die Vereinbarkeit von Job und Familie sehr dankbar, dass wir in Österreich mehr wie die in Belgien üblichen 15 Wochen bezahlter Karenzzeit zur Verfügung haben. Sobald man schwanger wird, muss man sich hier schnell um den Kinderkrippenplatz seiner Wahl anmelden.
Allgemein sind hier sehr viele junge Dozentinnen an der Hogeschool anzutreffen, es herrscht ein offenes, umkompliziertes Gesprächsklima.
Lustig finden wir, dass Studentenunterlagen im Dozentenraum unter dem Buffettisch abgelegt werden! Für alle ProfessorInnen stehen täglich Kaffee, Tee und mittags Suppe frei zur Verfügung.
Während der international staff week werden wir zusätzlich mit Salat bzw. Sandwiches versorgt.
Täglich wird uns bewusster, wie viele junge Leute in dieser Stadt wohnen. Gefühlsmäßig sind eigentlich fast nur Studenten in den Gassen der Stadt anzutreffen. Demzufolge gibt es auch viele nette Hipster-Lokale - und Street Art !
Neu-Interpretationen des Genfer Altars:
und die Kopie des Originals
Freitag
Positive Feedback- und Abschlussrunde an der Artevelde Hogeschool.
Good bye!
Tapetenwechsel zum Ausklang der Woche / Oostende
Erste fangfrische Begegnung mit dem Abendessen am Fischmarkt
Bis zur Nachtschicht langes, intensives Gespräch zur Organisationsentwicklung und künftigen Arbeitsstrukturierung des Teams - eine gemeinsame Woche Auszeit vom Alltag gibt Raum für neue Denkansätze und Ideen zu deren Umsetzung.
So erleben wir mit dem Schritt über die Grenzen durch ein Erasmus+-Projekt nicht nur eine Erweiterung des Horizonts nach außen, sondern auch durch die Selbstreflexion im internationalen Erfahrungsaustausch und das gemeinsame Auf-Distanz-Gehen zum Alltag einen Motivationsschub für Innovationen nach innen.
Zitat des Abends: " Die EU beißt nicht, sondern sie verbindet"
Gut, dass es das Erasmus+-Programm gibt!
Samstag
Pflichtbesuch des EU-Parlaments in Brüssel -
ein beeindruckend großes Gebäude
Wir finden die Ausstellung Parlamentarium nur teilweise interessant - im nachgebauten Sitzungssaal mit 360° Videowall konnten wir uns gedanklich in das riesige Plenum versetzen
Brüssel gefällt uns sehr gut - nicht zu groß, nicht zu klein
und eine gute Mischung an Alt und Neu
Eine kleine Bemerkung noch zur belgischen Gesellschaft:
wir finden es interessant, wie offen über die Homo-Ehe gesprochen wird
Und die Mehrsprachigkeit in diesem doch sehr kleinen Land:
es wird flämisch oder französisch gesprochen, auch eine nicht unbeachtliche deutschsprachige Gruppe lebt im Land
in der Schule wird neben der eigenen Sprache zuerst mal Englisch gelernt, die anderen Sprachen des eigenen Landes kommen erst danach
Demzufolge gibt es wegen der zwei Amtssprachen auch zwei Unterrichtsministerien!
bisher enthaltsam - aber jetzt!!!!!!!!!
Schokolade bis zum Abwinken :)
...uns Waffeln !
und Fritjes !
wir nutzen die verbleibende Zeit noch für eine letzte Arbeitseinheit - Erstellen unserer Feedbackbögen und der Grobstruktur unserer Präsentation für unsere Kolleginnen daheim
....gemeinsame Arbeit bis zum Sinkflug!
Durch das Projekt sind wir veranlasst, unsere "digiskills" auszubauen und anzuwenden.
Dank der Hilfe der jungen Generation (Kolleginnen, aber auch unsere eigenen Kinder) werden wir langsam sattelfest - und es geht im Februar noch weiter mit unserem Erasmus-Projekt! Dann haben wir Deutschland und die Niederlande im Visier...
Salut et bedaankt Belgium und Erasmus+!
"Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben."
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